Jamaika-Koalition beschließt Initiative gegen strukturelle Gewalt

Stärkung der Gewaltschutzarbeit in Schleswig-Holstein

Kiel| 22.02.2018  

Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH) begrüßt den Haushaltsbeschluss und die deutlichen Akzente in der Gewaltschutzarbeit der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung für das laufende Jahr.  

„Dass die Politik zu ihren Zusagen steht und sie das Inkrafttreten der „Istanbulkonvention“ tatsächlich als Katalysator für die „Bekämpfung der strukturellen Ursachen von Gewalt gegen Frauen“ in Schleswig-Holstein nutzen möchte“, freut Katharina Wulf, Geschäftsführung im LFSH, besonders. Nachdem bereits die Vorgängerregierung die Arbeit des Landesverbands stärkte, beschloss die Jamaika-Koalition nun die Finanzierung des Projektes SCHIFF (Schleswig-Holsteinische Initiative für Frauen). Für den Aufbau und die Entwicklung fließen noch im laufenden Jahr 76 000€ in das Projekt, die nächsten vier Projektjahre sind jeweils mit rund 117 000€ kalkuliert. Im Rahmen von SCHIFF strebt der LFSH große Kooperationen in verschiedenen Gesellschaftsbereichen wie Polizei- und Justiz-, Gesundheits- oder Vereinswesen, relevanten Institutionen und unterschiedlichen Betroffenengruppen an. „Wir sind sehr gespannt auf die Arbeit mit den zukünftigen Kooperationspartner*innen und welches Potential die unterschiedlichen Maßnahmen entfalten werden. Angedacht sind neben landesweiten Präventions- und Aufklärungskampagnen, verschiedene Fachtagungen und zahlreiche regionale Projekte, die das Thema in die Fläche tragen sollen“, erläuterte Wulf weiter.

Neben den Zusagen gegenüber des LFSH, profitieren weitere Organisationen aus dem Gewalt- und Opferschutzbereich durch Stärkung ihrer finanziellen Ressourcen:  Neben Haki e. V. und Zebra e.V. , erhält auch die PETZE eine Aufstockung, und der LAG der Frauenhäuser wird endlich auch der Aufbau einer hauptamtlichen Geschäftsstelle ermöglicht. „Gleichwohl sehen wir, dass die im Haushalt beschlossene Maßnahmen zur Ausstattung der Frauenhäuser nicht abschließend sein können und in einigen Punkten auch stark an den geäußerten Bedarfen vorbeigehen“, sagt Wulf. „Wünschenswert wäre hier eine zeitnahe und genaue Analyse der Situation und dann eine konstruktive Handlungsweise. Die Entlastung der Frauenhäuser kann nicht bis Neuauflage des FAG vertagt werden“.   

V.i.S.d.P. Katharina Wulf, Geschäftsführung  
Landesverband Frauenberatung Schleswig- Holstein e.V., Dänische Straße 3-5, 24103 Kiel
Pressekontakt: E-Mail info@lfsh.de Telefon 0431 – 9 96 96 36  

Vertreterinnen des LFSH auf einem Planungstreffen im Bella-Donna-Haus in Bad Oldesloe.
Am Plakat Kerstin Küster (links) und Katharina Wulf (rechts), Geschäftsführung im LFSH.
Fotocredit: C. Jessen

Zurück